Pimp deine Wiese mit bunten, selten gewordenen Wiesenblumen auf! Mit Impfinseln geht das ganz einfach. Heute sogar mit Video!
Impfinseln sind eine einfache und sehr wirkungsvolle Methode, um eine Wiese artenreicher zu machen. Das Prinzip dahinter ist ganz natürlich: Die gepflanzten Arten sollen sich von ihrer kleinen Insel aus in die umgebende Wiese aussäen und dort nach und nach neue Standorte erobern. Werden mehrere Pflanzen einer Art in einer Insel gruppiert, hat man sie besser im Blick, kann bei Bedarf jäten oder gießen und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Blüten zuverlässiger von Insekten bestäubt werden – ideal für eine gute Samenernte.
Impfinseln bringen gleich mehrere Vorteile mit sich:
Mehr Blühpflanzenarten bereichern die Wiese und fördern damit nicht nur die Pflanzenvielfalt, sondern auch die Tierwelt, die auf diese Arten angewiesen ist.
Der Eingriff in die Wiese bleibt minimal. Im Gegensatz zum kompletten Umgraben oder einer Neueinsaat wird nur punktuell gearbeitet. So bleiben bestehende, regional angepasste Pflanzenbestände erhalten.
Das Pflanzen ist sicherer als eine reine Einsaat. Vorgezogene oder kräftige Jungpflanzen haben einen deutlichen Vorsprung gegenüber keimenden Samen im Boden und können sich besser durchsetzen.
Und nicht zuletzt: Impfinseln sehen einfach schön aus. Sie setzen lebendige Akzente in der Wiese und machen die Entwicklung der Pflanzen gut sichtbar.
So entsteht Schritt für Schritt eine vielfältigere, lebendigere und ökologisch wertvolle Wiese.
Welche Farben fehlen noch in deiner Wiese?
In meinem Buch „So geht Naturgarten“ erfährst du in den Kapiteln zu Impfinseln (Seite 46-57) alles zur Anlage von trockenen bis nassen Impfinseln für Wiesen – und wie sich das positiv auf die Artenvielfalt auswirkt.
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Impfinsel mit Echter Schlüsselblume
Eine Impfinsel sollte mindestens einen Quadratmeter groß sein, damit mehrere Pflanzen einer Art genügend Platz haben. So behält man die Pflanzen besser im Blick, das Jäten wird einfacher und die Blüten werden zuverlässiger von Insekten bestäubt. Dadurch entsteht später mehr Saatgut, das man gut auf offenem Bodenstellen wie alten Maus‑ oder Maulwurfhügeln verteilen kann.
Zum Abheben der Grasnarbe eignet sich eine Grabgabel. Man muss sie nur etwa 10–15 cm tief einstechen, um die Grasnabe anzuheben und zu entfernen. Diese kann man anschließend kompostieren. Das hat den Vorteil, dass der Boden an dieser Stelle etwas magerer wird – ideal für viele Wiesenblumen, die nur wenige Nährstoffe benötigen.
Die Grasnabe kannst du kompostieren oder zum Bau eines Unterschlupfs für Igel verwenden.
Nach ein paar Wochen sieht die Impfinsel so aus: Die Pflänzchen sind angewachsen. In dieser Phase muss man immer wieder etwas jäten, bis die Pflanzen den Boden dicht bedecken.
Im nächsten Frühjahr erscheinen die ersten Blüten. Durch das dichte Zusammensetzen werden sie von Bienen optimal bestäubt, was eine gute Samenernte ermöglicht. Die Samen kannst du dann großzügig auf offenen Bodenstellen verteilen – zum Beispiel auf Maulwurfs‑ oder Maushügeln, die immer wieder frische Erde zum Keimen bieten.
Impfinsel mit Totholz-Baum
Und eines Tages fiel er einfach um, unser Apfelbaum – und wurde von einer stehenden zu einer liegenden Gartenskulptur. Die Gelegenheit haben wir gleich genutzt: rundherum die Wiese umgegraben, Wiesenblumen gepflanzt – und schon hatten wir eine neue Impfinsel! 🙂
Flockenblumen-Salbei-Impfinsel
Must-haves in Sachen Wiese:
Die Wiesen-Challenge:
Welche dieser Blumen kannst du in deiner Wiese finden? Pro Pflanzenart gibt es einen Punkt! 🙂
- Echte Schlüsselblume – Primula veris
- Echtes Labkraut – Galium verum
- Gewöhnliches Ferkelkraut – Hypochaeris radicata
- Gewöhnliches Zittergras – Briza media
- Kleiner Wiesenknopf – Sanguisorba minor
- Kleines Habichtskraut – Hieracium pilosella
- Kriechender Günsel – Ajuga reptans
- Kuckucks-Lichtnelke – Lychnis flos-cuculi
- Schafgarbe – Achillea millefolium
- Wiesen-Flockenblume – Centaurea jacea
- Wiesen-Glockenblume – Campanula patula
- Wiesen-Klee (Rotklee) – Trifolium pratense
- Wiesen-Margerite – Leucanthemum vulgare
- Wiesen-Pippau – Crepis biennis
- Wiesen-Salbei – Salvia pratensis
- Wiesen-Schaumkraut – Cardamine pratensis
- Zottiger Klappertopf – Rhinanthus alectorolophus
… und wenn du dich nach so vieler Grabarbeit entspannen musst: Hier ist meine neueste Prägearbeit: Mobile „lace“!
Mehr Bilder dazu findest du in meiner Galerie.
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© Alle Bilder von Katja Falkenburger
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