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SUCHBILD – WO IST DER SPERBER?

GUT GETARNT!

Gut getarnt, aber wir haben ihn doch im Garten entdeckt und mit der Kamera eingefangen – einen Sperber! Sonst schießt er auf Beutezug immer wieder einmal überraschend hinter einer Hausecke hervor. Das scheint eine bewährte Jagdmethode zu sein, da Sperber nicht zu den Schnellfliegern gehören. Dafür sind sie umso wendiger.

DER BEWEIS: auch Sperber haben eine gute Rundumsicht. Für fast grenzenlosen Panoramablick sind Eulen bekannt, denn diese können den Kopf sogar um 270 Grad drehen. Bitte nicht nachmachen!

Luft anhaltend habe ich diesen Jäger einmal beobachtet, wie er gefühlt minutenlang einen kleinen Singvogel, einen Spatz, verfolgte. Immer wieder versuchte dieser die Flucht in Richtung rettender Bäume und Sträucher, aber unablässig wurde er von dem Raubvogel in Richtung offenen Luftraum abgedrängt. Egal nach welcher Seite der Sperling auch auswich, gleich einem Tandemflug reagierte der Verfolger mit atemberaubender Geschwindigkeit und beeindruckenden Flugmanövern auf kleinste Richtungsänderungen. Ständig fürchtete ich, dass dem kleinen Vogel bei den verzweifelten Flugmanövern die Kräfte verlassen. Nur vom Zusehen war ich selbst kurz vor dem Herzinfarkt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit gelang dem kleinen Spatzen endlich die Rettung ins dichte, rettende Geäst. Was war ich erleichtert, dass dieser ungleiche Kampf noch einmal glimpflich ausging! Der Sperber hatte damit zwar immer noch Hunger, aber soll er sich doch besser bei den Mäusen umsehen, denke ich mir! Wie ungerecht man doch immer nach den eigenen Interessen wertet. Ein Greifvogel ist beeindruckend, aber bitte nicht zu viele davon; Singvögel sind auch hübsch und schaden nicht, aber die Maus, die kann weg. Aber es braucht alle, wirklich alle. Denn wenn nur eine Tierart, aber auch Pflanzenart, in diesem beeindruckenden Netzwerk der Natur fehlt, besteht die Gefahr, dass weitere davon abhängige Tierarten ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden.

Besser ist es daher sich an allem Leben in der Natur zu freuen und dafür zu sorgen, dass alle eine Lebensgrundlage erhalten – in Wäldern, auf Äckern und Wiesen, sowie auf kommunalen und gewerblichen Anlagen und unseren Gärten. Wie das ganz einfach geht zeige ich in meinem Buch SO GEHT NATURGARTEN.

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